| Alexandra-das tapfere Schneiderlein |
Faszinierend, nicht?! Genau so beeindruckt waren wir von seinen Lassokünsten. Mit ihrer Seilfertigkeit fangen die Züchter im Herbst ihre Tiere ein um sie zu markieren oder auszusortieren (und zur Schlachtbank zu führen). Wir wurden noch in der Kota (traditionelle Samenhütte) bekocht und erfuhren etwas über die Geister des Samen. Dass beispielsweise eine Göttin im Feuer wohnt und eine in der Tür. Und dass man niemals auf die Kiste sitzen darf, die hinter dem Feuer steht, ausser man habe zuvor einen Bären erlegt (was wir nicht vorzuweisen hatten und uns daher demütig auf den Boden setzten).
Der Sommer hält an und verwöhnt uns mit warmen Temperaturen! Wir geniessen die Wochenende im Liegestuhl und haben nun schon öfters unsere Badtunna, den riesen Badetopf eingefeuert! Auf dem Hof ist noch ein weiterer Arbeiter hinzugestossen, Päde, ein Wiederholungstäter. Er hat schon (mit längeren und kürzeren Unterbrüchen) zweieinhalb Jahre hier auf der Huskyfarm gearbeitet und unterstützt Peter beim Umbau der Zwinger. Ein neues Tierschutzgesetz verlangt mehr Platz sowie isolierte, grössere Hütten für die Hunde (als ob die nicht genug Winterfell hätten....). Auf jeden Fall arbeiten die zwei jetzt (ganz zur Unterhaltung der Hunde) am Zwinger und bauen nun schon bald das Dach.
Bei all diesen Neuzugängern hat sich auch the one and only Tschili hierher gewagt! Er und sein Bruder sind auf ihrer Schwedenreise auf ein Wochenende zu uns nach Storberg gekommen. Es war fantastisches Sommerwetter und wir machten uns zu sechst auf, mit dem historischen Dampfzug eine Runde zu drehen! Ein Interessenverein in Arvidsjaur wartet und fährt die alte Dampflokomotive jeden Sommer für einige Stündchen aus. Ein Zwischenhalt am Strand, Musik aus dem Grammophon (!), bereits geschnitzte Stecken um die Würste zu bräteln und wir hatten einen perfekten Samstagabend in Lappland. Es war herrlich, einfach in den alten Bahnwagen zu sitzen und aus dem Fester zu schauen. Die Aufregung, die durch den Zug ging und alles am Fenster hing, legte sich rasch, als sich der vermeintliche Elch am Waldrand als langweiligen Kranich entpuppte :D
Dann war noch eine supernette Familie hier zu Gast, sie paddelten in zwei Tagen die vier Seen ab (und hatten zum Glück weniger Wellen als Peter und ich) und waren soo begeistert von der Landschaft hier! Und wir merkten in diesem Moment, wie schnell man sich an etwas gewöhnt! Dank den fröhlichen Gästen und ihrer positiven Grundeinstellung erinnerten wir uns daran, dass wir in einer Postkarte leben. Wir durften soger abends mit, als sie auf Bibersafari fuhren, auf Nachbars Partyfloss. Die Abendstimmung war fantastisch, jetzt wird es bei uns ja auch wieder etwas dunkel, der Himmel färbte sich violett und als sich ein schneeweisses Rentier am Seeufer zeigte, war die Märchenkulisse perfekt.
Obwohl wir mit dem Floss den Flussarm bis zur Biberburg hochpaddelten, liessen sich keine Biber blicken, aber als die Famile auf der Rückfahrt noch ihre Fischerruten ins Wasser hielten, fing die Tochter (Vegetarierin nota bene) mit den Worten "Ich ha gloub ä Fisch dra! Scheisse, ha doch gar kene wellä fah!" einen Hecht!
Hoi Corni
AntwortenLöschensuper, dein Bericht! Ich wünsche euch noch viele nette, fröhliche Besucher!
Ihr habt wirklich eine super Gegend und eure Ausflüge lassen mich immer neidisch werden :)
AntwortenLöschenDanke dir übrigens noch für deine Post! Finde die Urkunde einfach nur lässig und freue mich auf nächstes Wochenende, wenn der Patentag stattfindet, juchz! Und natürlich müssen wir unbedingt zusammen den Wald abklappern, habe schon ganz Enzug nach Knochenfünden *raunz* und dann fallen wir bei Peter ein und gucken geile Filme und fressen ihm den Kühlschrank leer *harr harr*