Freitag, 27. Januar 2012

Vorhang auf

Letzten Samstag liessen wir die Gelegenheit nicht aus und schauten uns die Premiere des Amteurtheaters in Falun an. Dies hat einen einfachen Grund. Wir sind Mitglieder des Vereins und bei diesem Stück halfen wir in der Baugruppe mit. Wir bauten zusammen mit unserem Team (Lars, Sven, Karin, Elisabeth und einigen anderen) eine Bühne zusammen. Wir mussten Wände stellen, Platten montieren, Tapezieren (noch nie vorher gemacht), Küche einbauen, Türe einbauen, Wasser in der Küche zum fliessen bringen und viele weitere Dinge. Es waren einige Stunden Arbeit.  Es war immer sehr lustig und zum Schluss waren alle vom Resultat begeistert! Was will man mehr!


Mittwoch, 18. Januar 2012

Aufbruch

Heute hat es zweimal an der Tür geklingelt. Beide Besucher wollten unsere Wohnung besichtigen und fanden sie genau so schön wie wir. Ja es ist wahr, wir haben gekündigt und nämlich auf sämtlichen Stellen. Job, Wohnung, Internet, Strom und Wasser. Uns ist nämlich ein super Angebot zugeflogen, genau zur richtigen Zeit.
Wir werden Anfang Mai in Nordschweden, genau gesagt in Arvidsjaur, auf einer Huskyfarm unsere Arbeit beginnen. Die beiden Schweizer, welche die Huskyfarm führen, suchten für den Sommer einen Zimmermann und eine Doghandlerin. Kurz gesagt: UNS!! Da Falun für uns nach eineinhalb Jahren gut abgerundet ist, fiel die Entscheidung leicht.
Trotzdem, dass wir unsere aufgebaute und gefestigte Existenz in Falun aufgeben werden, freuen wir uns auf die komplett neue Gegend und Aufgabe. Es ist vielleicht genau diese Herausforderung die uns reizt wieder aufzubrechen.

 

Unser Alltag wird sich auf alle Fälle verändern, da ja Wohnen, Arbeit und Umfeld alles an einem Ort sein wird. Wir stellen uns dies wie einen Alpsommer vor, einfach in Nordschweden. So grob kennen wir natürlich das was uns erwartet, aber es wird dort halt das zu erldigen geben was anfällt. So ungefähr. Unsere Pfadilagererfahrung hilft uns da bestimmt. Arvidsjaur liegt etwas unter dem Polarkreis. Die Sonne wird also auch Sommer kurz verschwinden, aber dass es dunkel wird, kann man wohl vergessen. Im Winter ändert sich das Ganze ins Gegenteil, aber da wirken die Nordlichter bestimmt dagegen. Vielleicht klingt es etwas komisch, dass man im Sommer (wenns gar keinen Schnee hat) auf eine Huskyfarm geht. Es gibt aber auch sehr schöne Sommeraktivitäten und die Hunde werden auch im Sommer Hunger haben und wollen bewegt werden.
Schaut euch doch unser neues Domizil mal selbst an: www.wildact.ch

Im Moment sind wir daran unsere Möbel zu verticken, wir haben im Norden ein hübsch eingerichtetes Häuschen zur Verfügung. Mitnehmen tun wir demnach nur das Wichtigste: KANU, Zelt, Kocher, Hängematte (gross und klein), Mückenschutz, ... . Wir und unser leichtes Gepäck werden mit dem Auto auf einer schönen Route nach Arvidsjaur fahren.
Wir freuen uns!!!

Sonntag, 15. Januar 2012

Auf dem See

Unglaublich, in nur einer Woche ist 'unser' See Runn zugefroren! Das sagt wohl einiges über die (Un-)Tiefe und den mangelnden Durchfluss des Sees aus, aber das kommt uns voll zu Gute. Das Eis ist ungefähr 12-16cm dick. Unsere Gemeinde hat also am Samstag die Schlittschuhstrecke eröffnet!

 
Da waren wir natürlich zuvorderst mit dabei. Wir haben uns die gesamte Ausrüstung gemietet: die fräsigen Långfärskridskor, Stöcke und das Ich-rette-mich-aus-dem-eingebrochenen-Eis-Halsbändeli. Was für ein Tag! Traumhaftes Wetter, die halbe Stadt auf dem See mit Kind, Hund, Kinderwagen und dadurch niveaumässig so schön durchmischt, dass wir da nicht auffielen.

 Es lief aber sehr gut, wir waren schnell unterwegs und bogen nach einigen Kilometern in die rote Schlaufe ein, leider war das eine Sackgasse! Naja, schön wars dort beim Inseli trotzdem, wir assen Znüni und fuhren zurück. Uiuiuiui, jetzt war klar, warum wir so schnell voran kamen. Es ging ein starker Wind!

 
Auf dem Rückweg kämpften wir mit kräftigem Gegenwind. Potzhuäräsiäch war das streng! Aber alle Mühen waren vergessen, als wir müde und zufrieden in der Beiz unser verdientes Bier schlürften. Soooo guet!


Hier noch die Karte vom See und den nun offenen Routen.


Freitag, 13. Januar 2012

Aus der Fundkiste

Kurz als überblick, in falun siehts grad so aus:


Heute morgen war es endlich wieder mal einbisschen kalt. Gestern war es so warm, dass es geschifft hat somit fand man heute eine schöne gletscherwelt auf den Strassen. Zurzeit stürmt es stark und es liegt ganz leichter schnee. Da fliegt er einem um die Ohren wenn man unerwegs ist. Sehr angenehm, wenns nicht ewig ist.

Jetzt gehe ich meinen schwedischen Fahrausweis abholen auf der Post. Yessss! Corni hat ihren schon einige Wochen, ich hinke da etwas hinterher. Den Fahrausweis mussten wir austauschen, da der schweizerishe nur ein Jahr gültig war. Das ganze gingn natürlich nicht von gestern auf heute, sondern dauerte ungefähr 2 Monate. Eine eingehende Prüfung war da schon nötig.

Nun aber zur Fundkiste. Ich habe vor mehr als einem Jahr, als ich noch alleiniger Kämpfer war, immer wieder mit dem Natel Videos gemacht und die nach Hause an Corni geschickt, damit sie etwa weiss was sie erwartet. Ich habe einige gemacht, aber hier eines das falun etwas zeigt. Hier mal eines in dem man unser erstes Häuschen etwas von innen sieht. Es trägt den wundervollen Titel: "Im Kühlschrank". Vielleicht folgen dann noch weitere... (liegt ganz am kritischen Publikum)





Montag, 2. Januar 2012

Välkommen 2012!!!

Jetzt läuft es bereits, das neue Jahr. Diesen Silvester kam es mir vor, als könne all das, was ich mit 2011 verbinde uuuunmöglich nur in einem Jahr stattgefunden haben! So viel ist passiert, neue Menschen im Alltag begrüsst und Geliebte verabschiedet, so viel durften wir erleben, aufbauen, uns durchkämpfen und schlussendlich geniessen. Und wenn ich jetzt so am Anfang eines neuen Kalenderjahres stehe, freue ich mich auf alles was kommen wird. Also meine Lieben, gemeinsam auf ins Abenteuer 2012!! Schön dass ihr dabei seid. 

Wir haben den Start in Stockholm hingelegt, mit der freundlichen Unterstützung von Stefan und Loretta. Sie haben uns mit spannender schwedischen Hausmannskost (Biff Lindström) verwöhnt, wir haben gespielt und vom Balkon aus Feuerwerk bewundert. Wir haben natürlich auch etwas vor und nach dem Jahreswechsel die Hauptstadt belagert. Das Wetter zeigte sich von seiner unattraktiven Seite: nass, kalt, grüüsig! Daher zog es uns eher in die Gebäude rein und so entdeckten wir eine wahre Perle (zumindest für uns als Biologin-Holzbauer-Duo): das Biologische Museum auf Djurgården.

Gebaut im Jahr 1893, nach der Idee eines Biologen, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung darstellen wollte. In Anlehnung an eine skandinavische Stabeskirche konstruierte er ein Haus, in dem ein 360 Grad Diorama Platz findet. Im Innern des Gebäudes ist es düster, erst als wir über zwei ineinander verschlungene Wendeltreppen in den oberen Stock gelangen, kommt die geniale Architektur des Hauses zur Geltung. Die ausgestopften skandinavischen Tiere werden von riesigen Dachfenstern perfekt beleuchtet!


Holzbearbeiter unter sich.
Im ringförmigen Schaukasten gibt es keine Beschilderung, aber die nette Dame am Eingang hat uns ein zusammengebostichtes Papierbündel mitgegeben und wir versuchten mit Hilfe der Fensternummern herauszufinden, welche Tiere sich uns da präsentieren. So sind wir lange auf dem Rundbänkli in der Mitte gesessen und haben immer neue Tiere in der Landschaft entdeckt. Dieses Museum soll das erste gewesen sein, das Tiere gemeinsam mit anderen Arten und in ihrem natürlichen Umfeld ausgestellt hat. Sogar vom Museum of Natural History in New York sollen sie nach Stockholm gereist sein, um diese moderne Form der Wissensvermittlung zu bestaunen (und später dann zu kopieren). 


In sehr guter Erinnerung bleibt uns auch das Theater ´Ronja Röverdotter´. Zusammen mit Stefan und Loretta waren wir wohl die einzgen Erwachsenen ohne Kinderbelgeitung, die Nachmittags um 13 Uhr die Vorführung besuchten. Gespannt, wie die Schauspieler wohl die Geschichte umsetzen, genossen wir eine fantastische Vorstellung voller Gesang, Tanz, Lebensweisheiten, traurigen Räubern und  gefürchigen Waldwesen. Die lustigen und eher dümmlichen Rumpelwichte waren die klaren Publikumslieblinge, und uns sind noch lange nach der Vorstellung die fröhlichen Räuberlieder nachgelaufen. Ohne zu wollen wurde unser Gang etwas hüpfiger :)  Darum teilen wir das sehr gerne mit euch!!