Endlich ist der Früling da!! Naja, zumindest ist der Schnee weg, und was noch viel wichtiger ist: das Eis auf dem See ist geschmolzen! Also haben wir unser Kanu gewassert und die Umgebung erkundet. Leider konnten wir nicht unsere hauseigene Bucht genutzen, der Wind hatte nämlich alle verbliebenen Eisschollen hier versammelt. Und da wir im Eisbrechen noch unerfahren sind, entschieden wir uns für eine kurze Autofahrt zur nächsten Bucht. Fazit des Paddelgangs: Flussarm raufgepaddelt, Biberburg gefunden, immer noch nichts gefangen (ich glaube es ist ein Gerücht, dass es in diesem See wirklich Fische gibt!) und Sonnencreme mit waghalsigem Wende-Manöver aus den Fluten gerettet. Kurz: ein voller Erfolg.
Ansonsten haben wir uns gut eingelebt, Peter setzt gerade neue Fenster in ein Häuschen und ich füttere und putze immer noch zwei mal täglich den Hundipfundis. Die sind aber eigentlich ganz faul unterwegs, denen ist es tatsächlich zu warm (!). Ich kenne die Schlafmützen mittlerweile beim Namen und eigentlich tun sie meistens was ich von ihnen möchte. Sonst vertreibe ich mir die Zeit mit Laub zusammenrechen (kommt immer mehr unter den schmelzenden Schneemassen hervor) und Blockhaus streichen, natürlich wie alle roten Schwedenhäuschen mit Farbe aus Falun. Ronja hat mich dabei tatkräftig unterstützt, bei solch charmanten Mitarbeitern macht die Arbeit richtig Spass!
Eigentlich wird es jetzt gar nicht mehr dunkel, die Sonne verschindet zwar kurz hinter dem Horizont (also jetzt gerade scheint sie noch!) und schenkt uns somit jedem Abend ein traumhaftes Abendrot.
Montag, 28. Mai 2012
Sonntag, 13. Mai 2012
Wochenende mit kulinarischer Mutprobe
Die erste Woche ist um und wir haben uns allmählich an die körperliche Arbeit und das draussen sein etwas gewöhnt. Das Wetter war uns am Wochenende huldig, es war zwar windig aber die Sonne schien. Am Samstag schlichen wir etwas in den Gassen von Arvidsjaur rum. Grad viel gibt es nichts zu sehen, die Wichtigen Sachen wie System Bolaget (Schnapsladen) haben wir schon gesichtet und uns die Öffnungszeiten eingeprägt. Gestern Abend hatten wir Besuch von einem Reisebüro, welches die Angebote von Wildact in ihre Sommer- und Winterkataloge aufgenommen hat. Diese wurden natürlich nach Strich und Faden verwöhnt. Ich sage euch, Rentierfilet schmeckt herrlich!! Die Gäste hatten noch die gute Idee Surströmming mitzubringen. Dies ist ein fermentierter Hering, der ziemlich lange in einer Dose geweihlt hat. Die Dose bombiert dann so richtig! Eine schwedische Spezialität, aber auch eine Mutprobe für viele Touristen, denn es stinkt wirlich grauslig. Da gingen wir natrürlich mit, drücken ist nichts für uns. Mit viel Zwiebeln, Crème fraiche und Schnaps verfeinerten wir das Gericht. Eigentlich gar nicht so schlimm, fand ich. Bei gewissen Fluggesellschaften ist es übrigens verboten Surströmming im Gepäck zu haben, wegen möglicher Explosionsgefahr!
Heute wanderten wir auf unseren "Hausberg". Auf dem steht eine grosse TV-Antenne mit Geocache. Den liessen wir uns nicht entgehen. Es hatte natürlich noch viel Schnee und es stürmte. Der Ausflug war super. Vom Haus aus losgelaufen etwa eine Stunde unterwegs und eine herrliche Aussicht.
Heute wanderten wir auf unseren "Hausberg". Auf dem steht eine grosse TV-Antenne mit Geocache. Den liessen wir uns nicht entgehen. Es hatte natürlich noch viel Schnee und es stürmte. Der Ausflug war super. Vom Haus aus losgelaufen etwa eine Stunde unterwegs und eine herrliche Aussicht.
Mittwoch, 9. Mai 2012
Angekommen in Arvidsjaur!
Hallo miteinader! Wir haben es geschafft und sind in Storberg, etwas ausserhalb von Arvidsjaur in unserem neuen Zuhause angekommen. Die letzen Tage in Falun haben wir genossen, neben dem ganzen Wohnungsräum und -putz Stressigkeiten. Schlussendlich war aber alles verschenkt, verkauft, entsorgt oder im Auto drin. Die Heckklappe mussten wir zwar mit etwas viel Schwung zuhauen, dass es ging. Aber es ging!
Mit etwas wenig Bodenfreiheit düsten wir 1.Mai Richtung Norden los. Der Plan war die Ostküste hoch und dann irgendwann ins Landesinnere zu stechen. Die Küste hat uns nicht sonderlich überzeugt, da man das Meer sowieso nicht wirklich zu sehen bekommt. Einmal hatten wir uns anhand unseres Schweden-Entdecken-Buches für einen "schönen" Küstenweg entschieden. Unterwegs waren wir dann aber nur im Wald. Der Unterboden unseres Autos kratze einige male sogar die holprige Waldstrasse! Zudem war es sehr windig und böig, was das Autofahren (mit Kanu auf dem Dach) etwas anstrengend machte. Nach zwei Tagen wurde es uns zu bunt und wir fuhren durch bis nach Arvidsjaur um dort vor Ort noch etwas zu unternehmen. Für Späck und Fuji (unsere beiden Reisebegleiter) war es in den hinteren Reihen sowiso auch etwas eng mit dem vielen Gepäck. Auf dem Weg durch die etwas kargere Gegend entdeckten wir noch einige Rentiere, das ist hier oben aber nichts aussergewöhnliches haben wir gelernt.Wir haben uns aber trotzdem an dieser alltäglichen Attraktion erfreut.
Hier auf der Huskyfarm wurden wir freundlich empfangen und durften unser Häuschen beziehen. Am ersten Tag war das Wetter sehr schön und wir waren Eisfischen (leider ohne Erfolg) und Langlaufen auf dem See. Der ist noch fest zugefroren! Es hat auch noch Schnee im Moment und zwar viel, ca. einen Meter! Das Samstagswetter war dann zum Grausen! Es schneite 30cm Neuschnee hin - wo bleibt denn da der Frühling?! Ich hab gemeint, wir sind hier für die Sommersaison!!
Am Montag begann für uns die Arbeit. Corni ist vorallem mit Füttern und Misten beschäftigt. Es dauert auch seine Zeit, die rund 60 Huskies zu versorgen. Nebenbei muss man aus den Hundehütten das Sägemehl raus staubsaugeren, das füllte die Tage bis anhin für Corni. Ich habe begonnen das Materialhäuschen aufzuräumen. Gestelle und Plattenlager bauen. Im Moment sind wir vorallem noch daran, uns an die neue Situation zu gewöhnen. Bis jetzt fühlen wir uns hier sehr wohl und es läuft wirklich sehr gut. Wie wir es erwartet haben. :) Da wir uns die körperliche Arbeit nicht mehr so gewöhnt sind, haut es uns abend jeweils früh in die Pfanne. Der Arbeitstag dauert auch von 7 Uhr bis etwas halb sieben am Abend. Wir machen jedoch ausgiebig Zmorge (nach dem Hundefüttern und Misten) und Zmittagspause. Vorallem ist es luxuriös, wenn man sich einfach an den gedeckten Tisch setzen kann und das Essen bereit ist. Ich habe noch nie auf einem Bauernhof gearbeitet, aber es scheint mir, dass die Arbeit hier auf der Huskyfarm viel Ähnlichkeit mit dem Alltag auf einem Bauernhof hat. So weit so gut!
Dann wünschen wir einen schönen und werden sicherlich schon bald wieder berichten.....
Voll gepackt mit tollen Sachen die das Leben, schöner machen. Hinein ins ...
Mit etwas wenig Bodenfreiheit düsten wir 1.Mai Richtung Norden los. Der Plan war die Ostküste hoch und dann irgendwann ins Landesinnere zu stechen. Die Küste hat uns nicht sonderlich überzeugt, da man das Meer sowieso nicht wirklich zu sehen bekommt. Einmal hatten wir uns anhand unseres Schweden-Entdecken-Buches für einen "schönen" Küstenweg entschieden. Unterwegs waren wir dann aber nur im Wald. Der Unterboden unseres Autos kratze einige male sogar die holprige Waldstrasse! Zudem war es sehr windig und böig, was das Autofahren (mit Kanu auf dem Dach) etwas anstrengend machte. Nach zwei Tagen wurde es uns zu bunt und wir fuhren durch bis nach Arvidsjaur um dort vor Ort noch etwas zu unternehmen. Für Späck und Fuji (unsere beiden Reisebegleiter) war es in den hinteren Reihen sowiso auch etwas eng mit dem vielen Gepäck. Auf dem Weg durch die etwas kargere Gegend entdeckten wir noch einige Rentiere, das ist hier oben aber nichts aussergewöhnliches haben wir gelernt.Wir haben uns aber trotzdem an dieser alltäglichen Attraktion erfreut.
Rentiere am Strassenrand
Onepiece-Mode in Lappland
Hier auf der Huskyfarm wurden wir freundlich empfangen und durften unser Häuschen beziehen. Am ersten Tag war das Wetter sehr schön und wir waren Eisfischen (leider ohne Erfolg) und Langlaufen auf dem See. Der ist noch fest zugefroren! Es hat auch noch Schnee im Moment und zwar viel, ca. einen Meter! Das Samstagswetter war dann zum Grausen! Es schneite 30cm Neuschnee hin - wo bleibt denn da der Frühling?! Ich hab gemeint, wir sind hier für die Sommersaison!!
Auf dem Weg zum See. In der Spur bleiben!!!
Bohren zum Eisfischen.
Auf der Heimfahrt von Arvidsjaur zur Lodge am Samstagabend
Wir hoffen jetzt auf viele Plusgrade in kommenden Tagen. Die Tage sind
ja mittlerweile lang, wenn die Sonne also mal scheint, dann kann sie
dies lange tun. Wir sind guten Mutes unser Kanu bald mal einzusetzen. Am
Sonntag winkten wir dann unseren tapferen Zügelhelfern Tschüss, Späck
und Fuji sind vom Flughafen Arvidsjaur wieder südwärts geflogen.
Tack så jätte mycket Fuji und Späck!!!
Am Montag begann für uns die Arbeit. Corni ist vorallem mit Füttern und Misten beschäftigt. Es dauert auch seine Zeit, die rund 60 Huskies zu versorgen. Nebenbei muss man aus den Hundehütten das Sägemehl raus staubsaugeren, das füllte die Tage bis anhin für Corni. Ich habe begonnen das Materialhäuschen aufzuräumen. Gestelle und Plattenlager bauen. Im Moment sind wir vorallem noch daran, uns an die neue Situation zu gewöhnen. Bis jetzt fühlen wir uns hier sehr wohl und es läuft wirklich sehr gut. Wie wir es erwartet haben. :) Da wir uns die körperliche Arbeit nicht mehr so gewöhnt sind, haut es uns abend jeweils früh in die Pfanne. Der Arbeitstag dauert auch von 7 Uhr bis etwas halb sieben am Abend. Wir machen jedoch ausgiebig Zmorge (nach dem Hundefüttern und Misten) und Zmittagspause. Vorallem ist es luxuriös, wenn man sich einfach an den gedeckten Tisch setzen kann und das Essen bereit ist. Ich habe noch nie auf einem Bauernhof gearbeitet, aber es scheint mir, dass die Arbeit hier auf der Huskyfarm viel Ähnlichkeit mit dem Alltag auf einem Bauernhof hat. So weit so gut!
Blick von unserem Häuschen zum Stall, den Hundezwingern und Gästehäusern (links nach rechts).
Ganz hinten ist der See zu sehen.
Dann wünschen wir einen schönen und werden sicherlich schon bald wieder berichten.....
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