Sonntag, 11. Dezember 2011

Schlittelbericht

Seit geraumer Zeit sind wir wieder im Hause drin. Seit die Sonne um 14.45Uhr hinter dem Horizont abgetaucht ist, genossen wir noch einige Minuten die Winterstimmung. Die Schlittlerei ist ohne grosse Zwischenfälle verlaufen, es gibt also keine Medizinischen Bericht zu erstatten.


Wir waren nicht die einzigen die sich heute am falunesischen Schlittelhang probierten, der Saisonauftakt ist uns aber gelungen. Wir mussten uns keine Blösse geben und konnten gut an der Spitze mithalten. Zwar hatten wir Würste vergessen, die in Schweden bei den Winteraktivitäten immer anzutreffen sind. Auf der meist vorhandenen Feuerstelle werden diese Würste über dem Feuer kurz "aufgewärmt" (vielleicht eine Minute) und dann ab in den Magen. Wir haben diese Wurstkultur nicht angenommen und setzen auf die gute schweizerische Cervelatkultur. Dies hat mehrere Gründe: Eine Cervelat ist tausendmal besser als diese Mehlwürste die man hier kriegt und eine Wurst muss man bräteln und nicht einfach warm machen. Team Corni-Peter also: Null Würste. Daher waren wir neben der Piste im hinteren Drittel zu finden. Obwohl die geselligen und festlichen Teile meist zu unseren Stärken gehören und wir vorallem da viel Ausdauer beiweisen können. Um die "Wursterei" etwas auszugleichen haben wir unseren neuen Benzinkocher Glühwein ("Glögg" auf Schwedisch) gebraut. Die Würste konnten wir so natürlich nicht übertreffen, um im Rennen zu bleiben hat es alleweil gereicht. Und ausserdem war es herrlich fein und der neue Kocher hat seinen Einstand gefeiert!



Zu unserem Gefährt. Dies ist eine Schlittelmatte mit Name "Berg-Kappel". Habe ich in der Schweiz noch nie angetroffen. Das Ding ist sehr schnell. Man kriegt schon bei sehr geringen Hangneigungen anständige Geschwindigkeiten raus. Ich dachte mir, ist dann vielleicht zu schnell in denHängen der Schweiz. Steuern kann man die Matte eigentlich nicht. Man sitz einfach drauf, schaut das niemand nur in der Nähe der gedachten Route ist, schickt einige Gebete nach Oben und lässt es fahren.

Unsere Schlittelmatt mit Hang im Hintergrund
(Die Steilheit ist in Echt viel steiler als es hier auf dem Foto scheint)

Wir konnten einen grossen Erfolg verbuchen. Wir meinen wir haben den absoluten Weitenrekord im Zweierbob geknackt. Andererseits gab es diverse Stürze und Rollen. Wir können aber von uns behaupten, dass wir warmgefahren sind, oder vielleicht auch kalt, da der schnee bis in die unteren Kleidungsschichten vorgedrungen ist. 

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